Dr. Slawig an der Systemgrenze
In der Presse wird der Leiter des Krisenstabes Dr. Slawig mit dem Satz zitiert „ Wir stoßen an die Grenzen des Systems der Infektionsverfolgung“ und begründet dies mit der gestiegenen Zahl der Kontakte.
Bernhard Sander, der schon im Frühjahr als Oberbürgermeisterkandidat der LINKEN kritische Fragen zum Krisenmanagement stellte, hält diese Argumentation für eine Ablenkung: „Der Kämmerer scheut davor zurück, das Personal in der Nachverfolgung weiter aufzustocken. Statt zusätzliche Stellen beim Gesundheitsamt zu bezahlen, wartet die Verwaltung auf die Zuteilung von Bundeswehrsoldaten.“ Sander ist davon überzeugt, dass die Kontaktbeschränkungen derzeit das einzige Mittel sind, um die Ausbreitung des Virus zu begrenzen. Aber wenn die Nachverfolgung von Infektionswegen erst mal solange dauert, wie eine infizierte Person ansteckend bleibt (14 Tage), dann dürfte die Zahl der Erkrankten bald deutlich steigen. „Der Krisenstab soll der Öffentlichkeit umgehend mitteilen, wie hoch der Rückstau in der Nachverfolgung derzeit ist.“
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