LINKE: Regionalplanentwurf inakzeptabel, Moratorium bei Auskiesungen notwendig
Der dem Kreis Wesel vorliegende Entwurf des Regionalplanes Ruhr ermöglicht den Kiesfirmen fortgesetzt umfangreiche Abgrabungen von Sand und Kies im Kreis Wesel. Darauf weist DIE LINKE im Kreistag hin, die den vorliegenden Entwurf daher auch ablehnt.
„Die Bevölkerung im Kreis, vor allem in den unmittelbar betroffenen Gebieten, lehnt diese Abgrabungen ab. Es formiert sich zurecht immer mehr Widerstand gegen die weitere Zerstörung der Kulturlandschaft ‚Niederrhein‘ durch die Kiesindustrie“, meint der umwelt- und planungspolitische Sprecher der Kreistagslinken, Roman Reisch.
Reisch weiter: „Wir sind Teil dieses Widerstandes. Kiesabgrabungen sind nicht ‚Bio‘, sondern eine Zerstörung von Natur und Umwelt.“
DIE LINKE weist insbesondere auf vier Probleme beim Kiesabbau hin:
- Die langfristigen negativen hydrologischen Folgen des Aufbrechens der Grundwasserkörper sind bei weitem nicht geklärt.
- Die Abgrabungen vernichten auf Dauer die wertvollsten Ackerböden der Region, sie sind Teil des Flächenfraßes.
- Die Landesgesetzgebung ermöglicht nun auch Abgrabungen in Wasserschutzgebieten, die dadurch gefährdet werden.
- Der Kiesabbau ist Teil der fortschreitenden Versiegelung unserer Landschaft u.a. durch immer neue Verkehrs- und Gewerbeflächen mit der Folge einer weiteren Zunahme des LKW- und Personenwagenverkehrs.
Auf der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses des Kreistags am 07.09.2021 steht der Regionalplan-Entwurf zur Beratung an. DIE LINKE wird sich in dieser Sitzung gegen die Ausweitung der Abgrabungsflächen und für ein Moratorium beim weiteren Kiesabbau einsetzen.
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