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Ratsfratktion Herne / Wanne-Eickel

Fast zwei Jahrzehnte ohne passende Räumlichkeiten für das KAZ - Die Linke fordert die Verwaltung zum Handeln auf!

Die Linke Herne/Wanne-Eickel kritisiert den Umgang der Herner Verwaltung mit dem
Kulturell-Alternativen Zentrum Herne e.V. (Kurz: KAZ). Seit fast zwei Jahrzehnten
sucht das KAZ nach Räumlichkeiten in unserer Stadt, um sowohl allgemein kulturell
tätig zu werden, als auch Konzerte durchführen zu können.

In dieser Zeit war das KAZ trotz dieser schwierigen Umstände ein wichtiger Teil der
Herner Kulturszene. Der Verein wurde lediglich abgespeist mit einer Räumlichkeit unter
dem Kulturzentrum, die früher mal eine Diskothek war. Für ein richtiges kulturelles
Vereinsleben und für Konzerte sind diese Räumlichkeiten nicht geeignet.

Dazu äußert sich Adriano Augello-May, stellvertretendes linkes Mitglied im
Kulturausschuss und selbst Kulturschaffender wie folgt: „Durch das jährlich
stattfindende Open Air-Festival ist das KAZ seit fast zwei Jahrzehnten ein fester
Bestandteil der Herner Kulturlandschaft und auch über unsere Stadtgrenzen hinaus
bekannt. Trotz vieler Gespräche des KAZ mit der Herner Stadtverwaltung über mehrere
Jahre hinweg hat diese dem Verein bis heute noch keine brauchbaren Räumlichkeiten
zur Verfügung stellen können. Es wurde lediglich die alte Diskothek im Kulturzentrum
für gelegentliche Treffen zur Verfügung gestellt. Der Raum durfte nur 8 Stunden pro
Monat genutzt werden. Die Nutzung war nur mit Voranmeldung zu den Öffnungszeiten
des Kulturzentrums möglich, Equipment konnte hier nicht gelagert werden und
insbesondere darf man in dieser Örtlichkeit keine Konzerte durchführen – Ein echtes
alternatives Zentrum kann so nicht entstehen.“

Ergänzend dazu kritisiert Leonee Egger, Stadtverordnete und Sprecherin der Herner
Linken: „Der blanke Hohn war es dann, als die Herner Jusos 2023 eine Pressemeldung
veröffentlicht haben, in der sie lauthals verkündeten, die Stadt hätte endlich geeignete
Räumlichkeiten für das KAZ gefunden und die Sache sei damit endlich geklärt. Die
Herner Verwaltung macht obendrein leider auch den Eindruck, als sei die Sache für sie
geklärt. In der Antwort auf unsere Anfrage im Kulturausschuss vom 23.04. wird
deutlich, dass die Verwaltung auch keine großen Mühen an den Tag legt, passende
Räumlichkeiten für das KAZ zu finden. Eine Lösung des Problems wird nicht in Aussicht
gestellt.


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